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Berufsbild

Aufgaben

Das Wort „Diakon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“ oder „Helfer“. Schon zur Zeit der ersten Christen gab es in der Kirche einen besonderen „Dienst“ der Nächstenliebe und der Verkündigung. Jünger, die diesen Dienst übernahmen, wurden „Diakone“ genannt. Ihr ganzer Lebensinhalt war es, dem Beispiel Jesu zu folgen, der nach seinen eigenen Worten nicht gekommen war, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und ganz für andere da zu sein.Nach einer wechselvollen Geschichte über fast zweitausend Jahre - zuletzt war der Dienst als Diakon nur noch eine Art Vorstufe auf dem Weg zum Priesteramt - beschloss das Zweite Vatikanische Konzil, diesen Dienst als eigenes Amt in der Kirche wieder neu zu beleben.Seitdem wird überall auf der Welt, Jahr für Jahr eine große Zahl von Männern, die meist verheiratet sind und Familie haben, zu „Ständigen Diakonen“ geweiht. „Ständiger“ Diakon bedeutet: für diese Männer ist das Amt des Diakons keine Vorstufe auf dem Weg zum Priesteramt, sondern ihr „Berufsziel“.

Ständige Diakone können ihren Dienst sowohl hauptberuflich (als Angestellte einer Diözese) als auch nebenberuflich, d.h. neben ihrem Zivilberuf ausüben.Daher unterscheidet man zwischen hauptberuflichen Ständigen Diakonen, denen der Bischof einen bestimmten Einsatzort in seinem Bistum zuweist und Ständigen Diakonen mit Zivilberuf, die in der Regel an ihrem Wohnort eingesetzt werden.Der Diakon übernimmt in der katholischen Kirche eine ständig wachsende Zahl von Aufgabenbereichen, die sich vereinfacht in drei Felder aufteilen lassen:

1. Der Dienst der Nächstenliebe ("diakonia")

 2. Die Verkündigung der Frohen Botschaft ("martyria")

3. Die Feier des Glaubens in verschiedenen liturgischen Vollzügen ("leiturgia")

 Konkret heißt das:

1. Diakone helfen mit in der Seelsorge der Gemeinden, sie wenden sich denen zu, die am Rand der Gesellschaft leben, besuchen Alte, Kranke, Behinderte und Gefangene, begleiten Sterbende, kümmern sich um Asylanten, Aussiedler und Menschen in besonderen Lebenskrisen.

2. Sie predigen im Gottesdienst, erteilen (als hauptberufliche Diakone) an den Schulen Religionsunterricht, führen Glaubensgespräche, leiten Bibelkreise und bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor.

3. Sie assistieren dem Priester in der Eucharistiefeier, spenden die Taufe, halten Trauungen und Beerdigungen, feiern Wortgottesdienste und Andachten, halten Segnungsfeiern und bringen Alten und Kranken die heilige Kommunion.

 Voraussetzungen für die Weihe zum Diakon nach den alten Schriften