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Die Weihe

Modellpredigt aus dem Pontifikale zur Diakonenweihe eines verheirateten Bewerbers:

Bischof:

Liebe Brüder und Schwestern!

Dieser Mann (der für manche von euch ein Verwandter und Freund ist) soll nun zum Diakon geweiht werden. Bedenken wir, welch wichtigen Dienst er übernimmt:

Der Diakon empfängt eine besondere Gabe des Heiligen Geistes; in dessen Kraft steht er als Helfer dem Bischof und seinem Pres­byterium zur Seite: Im Dienst des Wortes, im Dienst am Altar und im Dienst der Liebe ist der Diakon Diener für alle.

In der heiligen Liturgie verkündet der Diakon das Evangelium; er bereitet den Tisch für das eucharistische Mahl und teilt den Gläu­bigen den Leib und das Blut Christi aus.

Im Auftrag des Bischofs soll der Diakon alle, die noch nicht glau­ben, aber auch alle Gläubigen ermutigen und in der heiligen Leh­re unterrichten; er soll Gebetsgottesdienste leiten; er soll die Tau­fe spenden; er soll die Feier der Trauung leiten und die Brautleute segnen; er soll die Kranken begleiten, den Sterbenden die Weg­zehrung bringen und die Verstorbenen zur letzten Ruhe bestat­ten.

Gemäß apostolischer Überlieferung durch Handauflegung und Gebet geweiht und dem Altar eng verbunden, versieht der Diakon im Auftrag des Bischofs oder des Pfarrers den Dienst helfender Liebe.

In all dem soll er mit Gottes Hilfe so handeln, daß ihr alle in ihm einen wahren Jünger Jesu Christi erkennt, des Herrn, der nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen.

Nun wende ich mich an dich, mein lieber Bruder:

Dir hat der Herr das Beispiel gegeben: So sollst du leben und han­deln, wie er selbst es getan hat.

Jesus Christus war unter seinen Jüngern wie einer, der dient.

Da du Diakon wirst, da du also sein Diener bist, sollst auch du nach dem Willen Gottes dem Herrn und den Menschen in Liebe und Freude dienen. Weil aber niemand zwei Herren dienen kann, be­denke, daß alle Unlauterkeit und alle Habsucht Götzendienst ist.

Aus freiem Entschluss willst du das Amt des Diakons überneh­men. Wie jene Männer, die einst von den Aposteln zum Dienst der Liebe erwählt worden waren, so sollst auch du in einem guten Ruf stehen und wie sie erfüllt sein von Weisheit und Heiligem Geist. Du bist verheiratet (und hast Kinder). Daher gilt deine erste Sorge deiner Familie. Wie Christus die Kirche liebt und sich für sie hingegeben hat, so sollst auch du deine Ehefrau lieben. (Deinen Kindern sollst du ein liebevoller Vater sein und mit ihnen den Glauben an Jesus Christus teilen.) Lebe getreu der Weisung des Herrn, damit dein Haus ein sichtbares Zeichen der Liebe Got­tes sei. Dann wird deine Familie dir Mut machen und dich in dei­nem Dienst unterstützen.

Steh also fest im Glauben, bewähre dich vor Gott und den Men­schen, wie man es von einem Diener Christi und einem Verwalter der Heilsgaben Gottes erwartet. Laß dich nicht abbringen von der Hoffnung; denn sie ist uns verbürgt durch das Evangelium, dessen Hörer du bleibst und dessen Verkünder du wirst. Bleibe lauteren Herzens dem Glauben treu. Das Wort Gottes, das du ver­kündest, bezeuge auch im Leben.

Dann wird das christliche Volk im Heiligen Geist zum lebendigen Opfer, wie es Gott gefällt - und du wirst am Jüngsten Tag, wenn du dem Herrn entgegengehst, sein Wort hören: „Komm, du tüch­tiger und treuer Diener, nimm teil an der Freude deines Herrn!"

 

Bildergalerie: Diakonenweihe am 10. November 2018 im Hohen Dom zu Bamberg